08.09.23 Bremen
... doch kein Drecksloch. Zuletzt fand ich Bremen abstoßend. Aber es war auch Nieselregen und ich war mit einem Chef hier, der keine Lust hatte, hier abends noch durch die Stadt zu bummeln. Die Bremer Stadtmusikanten hatte ich damals gesehen, den Dom und das Rathaus schon nicht mehr. Außerdem hatte ich für einen horrenden Preis eine Besenkammer als Zimmer. Das habe ich heute auch und das geht kaum noch zu unterbieten: 7qm incl. Bad. Fast so eng wie im Zelt. Und das gerade heute, wo ich so viel umpacken musste und noch eine Honigmelone schlachten wollte. Außerdem war es ziemlich heiß im Zimmer. Immerhin: auf dem Fensterbrett war Platz für Geschirr und einen Wasserkocher. Ich hatte mich umgezogen, Kaffee gekocht, die halbe Melone gegessen und bin in die Altstadt gelaufen. Kurz vor neun und es ist immer noch hochsommerlich - das Ende meines Urlaubs. Und Bremen ist doch ganz reizvoll. Schade, dass ich das letztens nicht entdeckt hatte.
Die Fahrt heute begann mit einer knapp verpassten Weserfähre um 8:02 Uhr nach einem guten Frühstück. Ich musste noch einmal eine halbe Stunde warten. Dann ging es auch schon los. Die ersten und letzten Kilometer nach Bremerhaven und vor Bremen waren industriell und nicht so schön. Sonst war der Tag äußerst reizvoll. Die Weser kann sehr schön sein mit Sandstränden, aber auch Marschland, das tief bis Bremen noch von Ebbe und Flut beeinflusst wird. Vor allem: zahllose reetgedeckte Bauernhäuser - geballter als auf der ganzen Reise. Südwind heute - wieder genau meine Richtung. 92 km am letzten Tag und wieder eitel Sonnenschein und dreißig Grad - Hochsommer im September. Ich kann mich nicht erinnern, das schon einmal erlebt zu haben.
Ich sitze jetzt an der Weser beim Paulaner und trinke mein zweites Pils. Das erste Kölsch gab's im Klinkerhof beim Paula Modersohn Haus. Schöner Abschluss...























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