20.08.23 Andely 142km
Ich bin restlos fertig heute. 7.45 Uhr startete ich etwa in Montesson. Und 20.20 erreichte ich Andely - der Ort wurde sehr gelobt in meinem Kartenwerk. Da wollte ich heute also unbedingt hin. Und ja: einfach wunderschön. Mein Weg folgte heute überwiegend dem nördlichen Seineufer. Öfter entfernte sich der Weg vom Fluss und da ging es teilweise auch ordentlich bergauf. Es gab beeindruckende Kalkstein- oder Kreidefelsen, eine in den Kalkstein gehauene Kirche. Ein altes Mühlenbauwerk in Vernon, das Monet schon gemalt hatte. Durch sein Heimatdorf Giverny war ich auch geradelt. Im Bereich des Museums waren einfach zu viele Leute. Außerdem wollte ich unbedingt noch Andely erreichen. Es war sehr warm heute, extrem warm. Ich habe bestimmt fünf Liter getrunken. Gegen 17 Uhr war ich auf einer Parkbank kurz eingenickt. Ich hatte mir nur wenige Pausen gegönnt. Unterwegs, nachdem es lange durch sommerfliedergesäumte Wege ging - auf einer Bank am Seineufer. Noch recht früh am Vormittag in einem Supermarkt, wo es am Sonntag Baguette und Trinkjoghurt gab. Später auf ein Eis und dann eher kurze Päuschen. Oft auch zum Orientieren.
In Andely habe ich für 93€ eine Ferienwohnung unterm Dach eines historischen Hauses. Ein Galerist ist der Vermieter. Nach dem Duschen und Kleiderwechsel landete ich gleich gegenüber neben der Kirche in einer Couscousseria. Ich bekam meine Couscous mit einem butterweich gekochten Viertel Hühnchen und Unmengen von Couscous, Gemüsesuppe, hellen Rosinen und Kichererbsen. Vorher hatte ich mir schon einen leckeren Tomatensalat bestellt. Oliven, ein homöopathisches 0,25l Bier und ein halber Liter Sprudelwasser. Danach war ich nicht nur von der Hitze und dem Radeln kaputt - sondern auch, weil ich mich überfressen habe. Dabei war mehr als die Hälfte übrig geblieben. Für paarunddreißig Euro war das ein guter Deal. Dafür wird es morgen früh kein richtiges Frühstück geben. Ich habe eine Kaffeemaschine, Filter und Kaffee - sonst: nichts. Mal schauen, was die Boulangerie morgen anbietet.
Ich habe inzwischen doch schon wieder einige Vokabeln aus dem Hinterkopf gegraben - es reicht nicht weit, aber doch ein Stück für das wichtigste. Und zwei Wochen wird mich Merci Du Kuh und was mir noch so wieder einfiel begleiten.
Mein erster Verlust: das Fahrradschloss. Ich hatte es den ganzen Tag nicht gebraucht. Da muss ein neues her. Und für meine Jeans fehlt ein Gürtel. Trotz des Abendessens.











































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